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Mathematikdidaktisches Kolloquium

Datum Gastredner Thema Ort
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
26.04.2018
16:30 Uhr
Prof. Dr. Frode Ronning
Universität Trondheim (NO)
Multiplikative Strukturen und die Sprachentwicklung von Grundschulkindern

Zusammenfassung


Im Vortrag werde ich von einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt berichten, das sich mit Sprachentwicklung von Grundschulkindern (8-9 Jahre alt) beschäftigt. Im Projekt arbeiten Mathematik-didaktiker und Erziehungswissenschaftler an der Universität mit zwei Grundschulen zusammen. Forscher und Lehrerinnen planen gemeinsam Lehrzyklen, die auf ganz bestimmte Lernziele gerichtet sind. Die Lehrzyklen sind im Rahmen der Theorie didaktischer Situationen (Brousseau, 1997) aufge-baut. Im Projekt wird darauf besonders Gewicht gelegt, Fähigkeiten zu fördern Mathematik schriftlich und mündlich darzustellen, Mathematik zu besprechen, und zu begründen, ob ein Ergebnis richtig oder falsch ist. Ich werde als Beispiele Episoden vom Klassenzimmer benützen, die sich um verschiedene Aspekte von multiplikativen Strukturen handeln. Eine zentrale Frage ist, in welcher Hinsicht der Kontext, in dem die Aufgaben gegeben sind, die Sprache und die semiotischen Darstellungen der Schüler und Schülerinnen beeinflusst.
[Abstract]

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M433, Mathematikgebäude 4. Etage
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Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
03.05.2018
16:30 Uhr
Prof. Dr. Eva Müller-Hill
Universität Rostock
Nomisches mathematisches Erklären-warum in Problembearbeitungsprozessen von Mathematiklernenden

Zusammenfassung


Elemente nomischen mathematischen Erklärens (Müller-Hill 2017) lassen sich in schriftlichen Bearbeitungen sowie videographierten Bearbeitungsprozessen geeigneter Problemstellungen durch Mathematiklernende identifizieren und analysieren; insbesondere mit Blick auf die Genese unterschiedlicher Erklärhypothesen, die im weiteren Verlauf geprüft, abgewogen, weiterverfolgt oder verworfen werden. Im Vortrag werden zwei Aspekte und zugehörige Gelingensbedingungen des Hypothesengenerierens theoretisch und empirisch beleuchtet: das Zusammenspiel von Deduktion, Induktion und Abduktion beim situierten vs. systematischen Erklären, sowie die Rolle der Aufzeichnungen als „epistemic mediators“ (Magnani 2004) bei instrumentierten Abduktionen (ebd., Rabardel 1995, Vergnaud 1990, Baccaglini-Frank 2010). Den Diskussionsteil leitet die Frage ein, inwieweit aus den Analysen Förderideen gewonnen werden können – Ansätze dazu werden in der Forschungswerkstatt: Mathematik an der Universität Rostock pilotiert.
[Abstract]
M433, Mathematikgebäude 4. Etage
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Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
07.06.2018
16:30 Uhr
Prof. Dr. Miriam Lüken
Universität Bielefeld
„Ich sehe Grüne und Gelbe. Die wechseln.“ Zur Entwicklung früher mathematischer Musterkompetenzen bei Kindergartenkindern

Zusammenfassung


Mathematik wird häufig als die Wissenschaft von den Mustern bezeichnet. Da verwundert es nicht, dass aktuelle Studien übereinstimmend die Bedeutung von (frühen) Musterkompetenzen für das kindliche Mathematiklernen belegen. Was sehr wohl verwundert ist die Tatsache, dass wir nur wenig über die Entwicklung von mathematischen Musterfähigkeiten – insbesondere in der frühen Kindheit – wissen. Der Vortrag gibt Einblick in eine laufende Studie, die Kindergartenkinder bei Aktivitäten mit sich wiederholenden Musterfolgen beobachtet und befragt. Es zeigt sich, dass bereits junge Kinder verschiedene Sichtweisen auf Muster haben und verschiedene Strategien nutzen, um beispielsweise eine Musterfolge fortzusetzen. Darüber hinaus werden im Vortrag erste Erkenntnisse zur Entwicklung von vorschulischen Muster- und Strukturkompetenzen diskutiert.
[Abstract]

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M433, Mathematikgebäude 4. Etage
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Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
12.06.2018
14:00 Uhr
Prof. David Pratt
University College, Londen (GB)
Teaching and learning of uncertainty – Selected aspects from a research overview

Zusammenfassung


The talk discusses research on the teaching and learning of uncertainty, with a particular emphasis on quantifiable aspects as might be represented by probability. It acknowledges earlier reviews of the field by integrating research, especially from the last ten years, with previous studies. In particular, it focusses on three issues, which have become increasingly significant: 1. the realignment of previous work on heuristics and biases; 2. conceptual and experiential engagement with uncertainty; 3. adopting a modeling perspective on probability. The role of the teacher in shaping the learning environment in various critical ways emerges as a key finding.
[Abstract]
M614, Mathematikgebäude 6. Etage
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
14.06.2018
16:30 Uhr
Alexander Best
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Das Projekt „Informatik in der Grundschule (IGS)“: Ziele, Forschung, Unterrichtserfahrungen

Zusammenfassung


Eine Integration informatischer Bildung in den Primarbereich dürfte positive Auswirkungen auf verschiedene Bereiche haben: Gender-Gap, Fehlvorstellungen, Handlungskompetenz, Heterogenität etc. Am Arbeitsbereich Didaktik der Informatik der WWU Münster werden informatikbezogene Vorstellungen von Grundschullehrpersonen untersucht, da diese eine wichtige Basis eines fachlich und fachdidaktisch fundierten Unterrichts darstellen und Ausgangspunkt für Fortbildungen sind. Die im Projekt IGS entwickelten Unterrichtsbausteine werden einerseits als methodisches Element in der Forschung eingesetzt und bilden andererseits praxisnahe Unterrichtsmaterialien, die auch in mathematikdidaktischen Seminaren eingesetzt werden.
[Abstract]
M433, Mathematikgebäude 4. Etage
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Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
12.07.2018
16:30 Uhr
Prof. Dr. Carsten Schulte
Universität Paderborn
Bausteine für eine Didaktik der Informatik in der Grundschule

Zusammenfassung


Ideen und Ansätze für informatische Bildung in der Primarstufe werden ausgehend von einem kooperativen Projekt der Mathematik- und Informatikdidaktik entworfen, in dem eine App zur Vermittlung räumlicher Vorstellungen entwickelt wurde. Ergänzt werden die Überlegungen zum einen durch Erfahrungen und erste Evaluationsergebnisse aus dem Projekt „Informatik an Grundschulen“ und zum anderen anhand der Expertise zu „Zieldimensionen informatischer Bildung im Elementar- und Primarbereich“ für die Stiftung Haus der kleinen Forscher.Wird nachgereicht!
[Abstract]

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M433, Mathematikgebäude 4. Etage
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Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
19.07.2018
16:30 Uhr
Dr. Roland Rink
Tu Braunschweig
Stop Motion – eine neue Möglichkeit zur Einsicht in Schülervorstellungen zu Zahlen und elementaren Rechenoperationen?

Zusammenfassung


Male ein Bild zu der Aufgabe 7+4. Und zwar so, dass ein Kind, das unsere Sprache nicht kennt versteht, was das bedeutet.“ Radatz (1991) konnte zeigen, dass leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler zu vorgegebenen Zahlen und Termen weniger häufig Bildergeschichten und adäquate Mengenoperationen zeichnen können, als leistungsstärkere Kinder. Sie übertragen die Zahlen und Terme oftmals nur in ein anderes Symbolsystem ohne eine erkennbare Operationsvorstellung. Erfahrungen aus einem Projekt mit rechenschwachen Schülerinnen und Schülern aus Braunschweiger Grundschulen deuten aber darauf hin, dass diese Kinder doch stärker in der Lage sind Operationen in eine andere Darstellung zu übersetzen, wenn sie die Möglichkeit haben, mit bewegten Bildern zu arbeiten. Im Vortrag werden das Projekt und die Ergebnisse vorgestellt.
[Abstract]
M433, Mathematikgebäude 4. Etage